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Huhn in Joghurt-Koriandersoße – Dhania Chicken

Huhn in Joghurt-Koriandersoße - Dhania Chicken
Huhn in Joghurt-Koriandersoße – Dhania Chicken

Aromatisch, lecker und mal etwas anderes, als die üblichen indischen oder asiatischen Currys: Kenianisches Huhn in Joghurt-Koriandersoße!

Weitaus mehr, als braunes Einerlei

Ich  habe wieder einmal in meinem Bücherschrank gestöbert und bin bei Madhur Jaffrey hängengeblieben. Sie gilt als die Grande Dame des Curry und teilt ihr Wissen mit uns, in ihrem Standardwerk „(Werbelink)Currys, Currys, Currys“ (*). Das Werk ist vollgepackt mit Curryrezepten aus zahlreichen Ländern. Leider verfügt es nur über wenige Fotos, was aber wohl daran liegt, dass Currys immer irgendwie gleich aussehen: bräunlich-gelblich und alle Zutaten sind mit Soße überzogen. Ein Alptraum für jeden Foodfotografen.

Leider sieht man Currys ihre Aromenvielfalt nicht an. Das Rezept von Huhn in Joghurt-Koriandersoße besticht zudem mit ungewöhnlich wenigen Zutaten. Fast fragt man sich, ob es überhaupt unter die Kategorie „Curry“ fällt. Doch am Ende wird klar: Auch so geht Curry – und das noch oberlecker.

Koriander in rauen Mengen

Die meisten Europäer verorten den Koriander irgendwo in Fernost, in Thailand oder Vietnam. Dabei stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum. Seine Samen wurden schon in alten Pharaonengräbern gefunden und wurden in Keilschriften aus dem alten Babylon erwähnt. Ob damals nur die Samen,  oder auch das Koriandergrün Verwendung fand, lässt sich heute kaum nachweisen. Das zarte Grün übersteht kaum drei Tage im Kühlschrank. Kein Wunder, dass man es nicht in Pharaonengräbern fand.

Für dieses Rezept, das laut Madhur Jaffrey ein beliebtes Gericht der muslimischen Ismaili-Gemeinschaft in Kenia ist, braucht man nur Koriandergrün. Aber das in rauen Mengen. 90 Gramm klingen eigentlich nach wenig. Doch als ich zu Hause meinen recht großen Korianderbund abwog, brachte er es gerade mal auf 30 Gramm. Man braucht für das Huhn in Joghurt-Koriandersoße schon 2-3 Bund Koriander, damit Geschmack hinkommt.

Wer länger mariniert hat mehr davon

Zugegeben, dies ist kein Rezept für die schnelle Küche. Vor allen Dingen beim Marinieren solltet ihr dem Huhn Zeit geben, damit der Geschmack von Ingwer und Knoblauch das Fleisch durchdringt und der Zitronensaft es mürbe macht. Im Buch wird als minimale Marinierzeit 30 Minuten angegeben, doch das halte ich für Quatsch.

Ich habe meine Hühnerschenkel knapp 6 Stunden mariniert, würde ihnen aber auch 10-12 Stunden geben. Man beginnt also am besten am Vorabend und lässt das Fleisch im Kühlschrank langsam durchziehen. Man kann ein ganzes Huhn verwenden und vor dem Marinieren zerlegen oder einfach Hühnerschenkel. Hühnerbrust eignet sich weniger, denn sie wird schnell trocken.

Mit dem Blitzhacker geht alles schneller

Lange bin ich um Blitzhacker herumgeschlichen und fragte mich, ob ich wirklich noch ein weiteres elektrisches Küchengerät brauche. Reicht nicht schon der Zauberstab? Seit meine Mutter mir ihren Blitzhacker vermacht hat, kenne ich die Antwort: Unbedingt! Der (Werbelink)Blitzhacker (*) ist bei mir ständig in Betrieb! Für jede Art von Curry, Paste, Soße, Mayonnaise etc. ist so ein Blitzhacker Gold wert. Für das Huhn in Joghurt-Koriandersoße kommt er gleich zwei Mal zum Einsatz.


Rezept Huhn in Joghurt-Koriandersoße

Mach dir schöne Musik an. Leg die Zutaten zurecht. Gönne deinem Messer ein paar Züge über den Wetzstahl und atme einmal tief durch. Denn jetzt beginnt der schöne Teil des Tages. Ich wünsche dir viel Spaß beim Kochen. Sollte etwas im Rezept fehlen oder unklar sein, gib einfach Bescheid!

Huhn in Joghurt-Koriandersoße - Dhania Chicken

Huhn in Joghurt-Koriandersoße – Dhania Chicken

Aromatisch, lecker und mal etwas anderes, als die üblichen indischen oder asiatischen Currys: Kenianisches Huhn in Joghurt-Koriandersoße!
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Vorbereitung: 10 Minuten
Zubereitung: 1 Stunde 10 Minuten
Marinierzeit: 6 Stunden
Gesamt: 7 Stunden 20 Minuten
Für : 4 Personen

Zutaten

  • 4 Hühnerschenkel
  • 80 g Ingwer geschält und grob gewürfelt
  • 4 Zehen Knoblauch gehäutet und gewürfelt
  • Saft von ½ Zitrone
  • 1 Tomate
  • 2 Chilischoten rot
  • 90 g Koriandergrün
  • 1 TL Tomatenmark
  • 2 EL neutrales Öl
  • 250 g türkischer Joghurt 10% Fett
  • 1 TL Salz

Zubereitung 

Los geht’s!

Die Hühnerschenkel marinieren:

  • Die Haut von den Hühnerschenkeln abziehen. Dabei hilft ein Stück Küchenkrepp, um damit die glitschige Haut zu greifen.
  • Dann die Schenkel mit einem scharfen (Werbelink)Messer in der Mitte durch das Gelenk in zwei Teile teilen.
  • Den grob gehackten Knoblauch zusammen mit dem Ingwer, Zitronensaft, ½ TL Salz und 2 EL Wasser in den (Werbelink)Blitzhacker geben und alles zu einer würzigen Paste mixen.
  • Die zerteilten Hühnerschenkel mit der Paste einreiben und sie in einen Gefrierbeutel legen.
  • Gut verschlossen in den Kühlschrank legen und für mindestens 6 Stunden marinieren lassen.

Für das Huhn in Joghurt-Koriandersoße:

  • Die grob geschnittene Tomate zusammen mit den grob gehackten Chilis, dem grob gehackten Koriander und dem Tomatenmark in den (Werbelink)Blitzhacker geben.  1 TL Salz und 2-3 EL Wasserzugeben und alles zu einer aromatischen Soße mixen.
  • Das Öl in einem (Werbelink)Gusseisen-Bräter erhitzen und die Hühnerteile darin mitsamt der Marinade rundum anbraten, so ca. 2 Minuten von jeder Seite.
  • Dann die Koriander-Tomatenmischung dazugeben und alles für ca. 20 Minuten zugedeckt leise kochen lassen und ab und zu umrühren.
  • Dann für 10 Minuten den Deckel abnehmen, damit die Soße eindickt.
  • Den Joghurt mit ca. 120ml Wasser verrühren.
  • Dann dem Joghurt in den Topf geben und immer wieder daran rütteln, bis sich der Joghurt nach 4-5 Minuten mit der restlichen Soße verbunden hat.
  • Deckel auflegen und die Hitze zurückschalten. Die Schenkel noch 1o Minuten garziehen lassen, aber aufpassen, dass die Soße nicht mehr kocht, sonst flockt sie aus.
  • Das Huhn in Joghurt-Koriandersoße mit Basmatireis servieren.

Nährwerte

Calories: 415kcal
Die Kalorienangaben stammen von https://fddb.info. Angaben ohne Gewähr.
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2 Kommentare

  1. 5 Sterne
    Habe die oder das? Ezme ausprobiert: super!
    Als Tipp: nicht das ausgetretene Abtropfwasser
    weggiessen, das pimpt ganz toll noch andere Sossen
    auf. Ich mach es in Bolognese-Sosse oder in Gulasch
    oder oder…wenn ich es nicht sofort benötige, friere
    ich es in Eiswürfelportionen ein!

    1. Du hast vollkommen Recht: der Saft ist viel zu Schade, um ihn wegzuschütten. Ich verwende ihn auch für Ragouts etc. als Würze, aber auf die Idee, ihn als Eiswürfel einzufrieren kam ich noch nicht. Vielen Dank für den Tipp!

5 from 1 vote

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