Sushi und Sashimi gibt es in Berlin an allen Ecken, vom Supermarkt bis zum Edel-Restaurant. Die November Brasserie ist hier deutlich im hochpreisigen Spektrum verortet, bietet dafür aber fantastische Qualität bei den Ausgangsprodukten, hohe handwerkliche Qualität bei der Ausführung, einen professionellen Service und ein dezentes, stylishes Ambiente. Dabei war das an dieser Stelle einmal ganz anders.
Was gibt es hier
Die wilden 90er
Viele Jahre war das Café November an selber Stelle eine der wichtigsten Anlaufstellen, um mich in den Umbruchjahren Mitte der 90er Jahre mit meinen Freunden zu treffen. Hier kamen die zusammen, die nach Mauerfall nicht abgehauen waren und weiterhin in Prenzlauer Berg wohnten und die, die wie ich frühzeitig nach Ostberlin zogen. Tagsüber schliffen wir Dielen ab, renovierten Wohnungen und machten ein ganzes Viertel zu einem begehrten Wohnort, was den Startschuss für die wilden 90er Jahre in Berlin lieferte. Abends hockten wir im oder vor dem November und quatschen mit denen, die schon immer hier waren, teils bis tief in die Nacht. Das störte damals niemanden, wohl auch, weil niemand zu Hause einen Telefonanschluss hatte.
Dieses freie und schöne Boehme-Leben lockte daraufhin viele weitere Neuberliner an. Sie zogen in die frisch renovierten Wohnungen, erfreuten sich am Blick aus dem Fenster auf die Berliner Boheme – und riefen mit ihren frisch installierten Telefonanschlüssen ab 21 Uhr die Polizei, weil sie nicht verstanden hatten, dass es genau dieses Leben war, das sie nach Berlin gelockt hatte. Das Café November wurde ab dem Jahr 2000 ruhig und austauschbar, wie so viele andere Cafés in Berlin.
Der Neuanfang
Vor wenigen Jahren kam neues Leben in die Räumlichkeiten. Statt eines Kiez-Cafés residiert dort nun das japanische Restaurant „November Brasserie“ und das sehr erfolgreich. Zugegeben, das liegt auch daran, dass die zugezogenen Neuberliner es sich leisten können, dort Essen zu gehen, denn ein Abend dort schlägt für 2 Personen kaum unter 100€ zu Buche. Doch dafür bekommt man ein sehr gutes Erlebnis mit hochwertigen Produkten, die handwerklich fantastisch zubereitet werden und das ganze wird von einem lockeren, aber professionellen Service begleitet.
Die November Brasserie ist kein Sushi-Restaurant, hat sich aber im Schwerpunkt auf rohen Fisch in Form von Sashimi und Nigiri spezialisiert. Wer California-Inside-Out sucht, ist hier falsch. Besonders empfehlen können wir die ganze Dorade, bei der das Sashimi hübsch angerichtet auf der Fischgräte serviert wird. Doch auch der Spitzkohl, das Rinder Striploin und der Baskische Cheesecake sind hervorragend und machen klar, dass es hier nicht nur um traditionelle, japanische Küche geht.
Gut zu wissen
Reservierung empfohlen
Wir waren zweimal in der Brasserie November und hatten beide Male einen tollen Abend. An beiden Abenden waren die Tische durchgehend gut besetzt, was für die Qualität der November Brasserie spricht. Eine rechtzeitige Reservierung ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Fazit
Die November-Brasserie bietet Top-Qualität in schönem Ambiente und das mal nicht an der Kantstraße, sondern im Herzen von Prenzlauer Berg, um die Ecke vom Kollwitzplatz. Im Sommer kann man gut draußen sitzen und die Cross-Over Karte bietet für jeden etwas, ohne dabei ausufernd lang zu sein. Definitiv eine Empfehlung!
Adresse:
Husemannstr. 15, 10435 Berlin
Öffnungszeiten:
Di.-So.: 18.00-23.00 Uhr
Stuttgarter Platz 16, Charlottenburg, 10627 Berlin
Kantstraße 30, Charlottenburg, 10623 Berlin
Kantstraße 135, Charlottenburg, 10625 Berlin
Husemannstraße 15, Prenzlauer Berg, 10435 Berlin
Bülowstraße 101, Schöneberg, 10783 Berlin
Schützenstraße 5, Mitte, 10117 Berlin
Pestalozzistraße 2, Charlottenburg, 10625 Berlin
Hinweis:
Dies ist kein gesponsorter Artikel. Wir waren nicht im Auftrag von irgendwem dort und haben unsere Speisen und Getränke selbst bezahlt. Es handelt sich auch nicht um eine objektive Restaurantbewertung und wir erzählen nur von dem, was wir dort vor Ort erlebt haben. Dies kann von den Erfahrungen abweichen, die andere dort gemacht haben.

Gefällt dir mein Blog?
Dann lad‘ mich doch auf einen Kaffee ein!
Diese Seite soll frei von nervigen Werbebannern bleiben. Dazu brauche ich deine Hilfe und freue mich über eine kleine Kaffeespende. Von den monatlich mehr als 200.000 Besuchern machen das leider nur 2-3. Vielleicht gehörst du ja auch dazu! Ich würde mich freuen!
Kaffeespende
Stelle den Schieberegler einfach auf den gewünschten Betrag und klicke auf den Einkaufswagen.
Die Zahlung läuft über Paypal. Deine Daten werden nicht bei mir gespeichert!
Du möchtest ohne Paypal spenden? Schreibe mir einfach eine Email!